1 Berghütte + 5 Verrückte + 1 neues Jahr + taaaauuuuuusend Gesellschaftsspiele = ein abenteuerlicher Urlaub.
Abenteuer Nr. 1:
2 bis oben mit Menschen, Essen und Getränken, einem Griller, 2 Schlitten, einem Snowboard und einigem Tontechnik-Equipment vollgeräumte Autos, seit den frühen Morgenstunden unterwegs, machen Pipi- und Bankomat-Pause in Mondsee.
Plötzlich schlägt Fahrer Dings Alarm: Er hat seinen Reisepass und seinen Führerschein verloren. Gerade waren sie noch in der Manteltasche! Sofort wird die gesamte Umgebung abgesucht, das Auto ausgeräumt, Saruhs Tante angerufen, damit sie vor dem Haus nachschaut, ob die Sachen vielleicht dort liegen – aber selbst wenn, wie sollen wir ohne Führerschein weiterfahren?

Nachdem unser gesamtes Gepäck ausgeräumt und durchgewühlt ist, und wir alle einigermaßen gestresst/genervt/aggressiv sind, fährt auf einmal zufällig das schräg vor uns geparkte Auto weg.
- Dings: “Ah übrigens, da liegen die Sachen!”

Wie sie dort hin “fallen” konnten, wurde leider nie geklärt.
Abenteuer Nr. 2:
Dann kam noch einiges Angasen auf deutschen Autobahnen und 100km/h (Immissionsschutzgesetz Luft!) fahren auf österreichischen Autobahnen, und schließlich waren wir im Tiroler Wipptal, wo sich der Ort Navis befindet.
Ein wenig verwirrt von der Wegbeschreibung (“Bei einer Kreuzung in der eine Holzbank in der Wiese steht, nach rechts abbiegen”), haben wir schließlich mit Hilfe einer Einheimischen doch zum Bauernhof der Vermieterin gefunden.
Ihr Vater (?) hat uns dann die Hütte gezeigt. An einer Abzweigung zu einem steilen Weg, der zur Hütte führt, hat er gemeint, wir sollen einmal mit unseren Autos hinauffahren (oder probieren, ob wir es schaffen) – mit Schwung!!

Nachdem alle außer den Fahrern ausgestiegen sind, haben es sowohl Saruh als auch Dings geschafft, hinauf zu fahren – gute Sache, unser ganzes Gepäck da raufzuschleppen wäre wohl anstrengend gewesen.
Dann stand erstmal auspacken, Schneeketten anlegen und die Autos wieder am unteren Ende vom Weg abstellen (falls es schneit) an der Tagesordnung. An dieser Stelle muss ich sagen, dass Saruh wohl die userfreundlicheren Schneeketten hatte. Sie war jedenfalls allein schneller mit dem Anlegen fertig als der Rest von uns mit Dings’ Schneeketten.

Und als die Autos sicher im Tal waren, haben die Männer mal den mitgebrachten Griller eingeweiht. Im Schuppen hinter der Hütte war übrigens auch ein Griller.
Dann haben wir noch schön gefeiert. (Zitat ungefähr: “Wollten wir nicht für den Rest der Woche auch noch was zum Trinken haben?”)
Abenteuer Nr. 3:
Das Wohnzimmer wird durch einen Ölofen geheizt. Der Vater der Vermieterin (im Folgenden VdV *g*) hat wohl nicht bedacht, dass wir aus einer Großstadt kommen und so ein Gerät wahrscheinlich noch nie gesehen, geschweige denn bedient haben, denn er hat uns nur flüchtig erklärt, wo wir Öl zum Nachfüllen finden, sonst nichts.

(Übrigens, habt ihr gewusst, wozu man Mikrofonstative alles brauchen kann?)
Also, am 2. Tag war es auf einmal ziemlich kalt im Haus, obwohl wir ja Öl nachgefüllt haben. Wir haben bemerkt, dass keine Flamme mehr brennt. Unsere Versuche, einfach einen Anzünder rein zu werfen und größer zu drehen, haben leider nichts gebracht.
Schließlich haben wir unsere Vermieter angerufen und der VdV ist zu uns gekommen. “Hobts a Glück ghobt! 10 Minuten später hättets mich am Telefon nimmer erreicht.” (Tiroler Dialekt und Stottern muss man sich dazu denken)
Er hat uns dann mal erklärt, wie der Ofen funktioniert und dass zu viel Öl drin war. Und am Schluss haben wir durch Teamwork und mit Hilfe eines Schöpflöffels das Problem gelöst. Puh…

Den Rest der Woche haben wir großteils friedlich mit Gesellschaftsspielen (Risiko fällt wohl eher nicht unter friedlich
), Essen, Trinken und Rodeln verbracht.
Am Donnerstag haben wir einen kleinen Ausflug nach Innsbruck gemacht.
Für den Wiedererkennungswert:

Zu erst zu McDonalds (wir haben ja Kultur), dann ein kleiner Stadtrundgang und dann haben wir den Abend im Irish Pub ausklingen lassen.

Am Ende der Woche haben wir unserern Vermietern das Geld fast aufdrängen müssen, denen war wohl nicht klar, dass wir ihnen noch was schulden. Und Saruh und ich sind jetzt laut Gästeblatt offiziell verheiratet. yeah…