Etwas verspätet mal ein Eintrag über den Schikurs, bei dem ich von 4. bis 10.3. mit war.
Hier hab ich ja schon berichtet, dass ich jetzt Snowboardlehrerin bin, und das war nun mein erster Schikurs, den ich von der anderen Seite, der Lehrerseite, miterlebt habe.
Besonders interessant war es natürlich, auf einen Schikurs meiner eigenen früheren Schule mitzufahren, weil ich viele der Lehrer noch aus meiner eigenen Schulzeit kannte.
Es weiß ja wohl jeder, wie ein Schikurs abläuft, also schreibe ich dazu keine Einzelheiten. Der Schnee war ganz OK – Kunstschnee zwar, aber mehr davon, als ich erwartet hatte. Besondere Sachen für mich waren zum Ersten meine Gruppe: Eine (laut anderen Lehrern) untypische Snowboardgruppe, weil sie zum größten Teil aus hochpubertären Tussen jungen Damen, die sich besonders für Make-Up, Ärger machen und Ähnliches interessierten, bestand. Aber da meine Gruppe auch nicht sonderlich groß war (fast jeden Tag wurden alle, die schlapp gemacht haben oder nicht mehr wollten und nur mehr herumgenervt haben, der Reihe nach zur Anfängergruppe geschickt, wo sie am Babylift Schwangerschaftsgymanstik-Senioren-Stehsnowboarden geübt haben) war das nicht weiter problematisch. Unsere Gruppe war in Insiderkreisen spätestens nach dem zweiten Tag nicht als “die fortgeschrittenen Snowboarder” sondern als “die 10 kleinen Negerlein” bekannt. Außerdem ging auf dem Schikurs eine “Epidemie” um (dazu später), sodass es einigen sogar gelang, wegen “Bauchweh in der kleinen Zehe” oder ähnlichen Beschwerden einen Tag lang überhaupt nicht mit auf die Piste zu kommen. Der Rest ist sehr tüchtig gefahren!
Wie schon erwähnt, hatten wir eine ungewöhnlich große Anzahl an Krankheitsfällen. Neben einer Lehrerin ohne Stimme, einem Bub, der sich beim Trampolinspringen den Arm gebrochen hat, und einigen Kindern mit wirklich ernsthafter Grippe, waren die Meisten wohl nur vom ansteckenden Gruppenzwang oder sonstigen hypochondrischen Zuständen befallen, aber die Zahl der Schüler, die beim Frühstück zum Lehrertisch kamen um sich krank zu melden, oder die einfach nicht zum Schifahren erschienen, stieg von Tag zu Tag.
Interessant war es noch, bei der allabendlichen Zimmerkontrolle und dem sonstigen Umgang mit Massen von Halbwüchsigen die Rolle der “richtig bösen Autoritätsperson” zu üben. Hähähä…
Außerdem hat es Spaß gemacht, mit früheren Lehrern am Abend noch bei dem einen oder anderen Schnaps zusammenzusitzen. Es war irgendwie komisch, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt, dass ich jetzt mit allen Lehrern per du bin, und dass die Schüler “Frau Professor” zu mir sagen (auch wenn ich ihnen eigentlich erlaubt habe, “du” zu sagen – für die meisten ist wohl Lehrer gleich Lehrer).
Hier sind die versprochenen Fotos:


