Jul 25 2007
Lake07 tot!
Das find ich echt traurig und schade.
Jul 23 2007
Vorweg: Ich werde jetzt einige Klischees bedienen, wie unter anderem, aber nicht ausschließlich: Frauen und Orientierungssinn, in Amerika war alles besser, Frauen am Steuer, die Überheblichkeit der Wiener, Blogs sind das Salzamt 2.0 usw. Dies ist teils erwünscht und teils nicht zu vermeiden
Gestern war ich in besagtem P.dorf und habe einwandfrei hingefunden. Wow! Das ist schon mal einen nicht minderen Applaus wert – P.dorf ist zwar ein Ort, in dem die Menschen die Musik im Blut zu haben scheinen, die hohe Kunst des sinnvollen Straßenbaus und besonders der (für auswärtige Besucher) sinnvollen Ausschilderung derselben liegt den Menschen dort aber scheinbar nicht so. (Ich schließe hier keinesfalls aus, dass es nicht im Rest des Landes noch genug andere Paradebeispiele für dieses Problem gibt…)
So weit, so gut. Ich hab sogar in einiger Entfernung von meinem eigentlichen Ziel geparkt, nämlich vor einer Abzweigung zu einer Straße (Einbahnen – ich hätte ja nicht mehr dorthin zurück gefunden), von der ich weiß, wohin sie führt, nämlich wohin, wo Wien angeschrieben steht.
Komme also zurück zu meinem Auto und fahre zu dieser Abzweigung, nur leider sehe ich nach einigen Metern, dass der mir bekannte Schleichweg gesperrt ist! Dieses Unglück hatte eine dreiviertelstündige Irrfahrt durch P.dorf und Umgebung zur Folge. Bis endlich die Rettung in Form eines Schildes, das mehr durch dezent-sein als durch Größe bestach, erschien.
Da fragt man sich: Nehme ich mich als Wienerin einfach zu wichtig, oder wäre es nicht irgendwie angebracht, nicht nur eine ominöse Bundesstraße zu den Nachbarorten, sondern eventuell auch die Autobahn nach Wien (das doch ebenfalls an P.dorf angrenzt) anzuschreiben? Oder ist die Stadt, in der fast ein Viertel der Landesbevölkerung wohnt, nicht bedeutend genug?
Die Abneigung gewisser G’scherter gegen die Wiener, die sich für die Wichtigsten halten, ist ja allgemein bekannt. Ich habe dieses Phänomen aber bislang eher weiter als 5 km von Wien vermutet; In P.dorf wohnen sicher auch genug Wiener.
Ich muss mal in G.dorf *g* (das ich in Größe und Nähe zu Wien mit P.dorf vergleichbar finde) überprüfen, ob es dort genauso schlecht mit der Schildersituation aussieht. Wenn man dort aufgewachsen ist fällt einem das ja auch irgendwie nicht so auf. (Ursache des Problems?)
Oder es ist einfach die Österreichische Straßenkultur? Ich finde, wenn man sich einmal einigermaßen an die amerikanische Autofahr-Kultur gewöhnt hat, kann man nicht umhin, die Österreichische mitunter etwas barbarisch unterlegen zu finden. Mag sein, dass es die Amerikaner etwas übertreiben und das Landschaftsbild mit Riesenschildern beinahe verschandeln. Zur Übersichtlichkeit in Amerika trägt natürlich auch das Straßennetz, das einfach ganz anders angelegt ist, bei. Aber wenn es in einem US-Bundesstaat eine Stadt gibt, die eine derart zentrale Bedeutung und noch dazu so viele Einwohner hat wie Wien, dann ist die garantiert in jedem letzten Eck dieses Bundesstaates angeschrieben!
Letztes der genannten Klischees genug bedient? Dann belass ich’s einmal bei diesem bissl Suderei. Das Leben ist schön
Ich muss ja schließlich auch nicht in P.dorf arbeiten oder so.
Jul 13 2007
Die Helden spielen am Lake07-Abschlusstag (16.8.). Die Ärzte am Frequency (15.-17.8.), ratet mal an welchem Tag! Bingo, auch am 16.!
aaaaahhhhh!
Tjou, das Lake07 ist mit 32€ für die Karte wohl…. wie soll ich sagen…. besser im Rennen. Abgesehen davon, dass keiner weiß, obs fürs Frequency überhaupt Tagestickets geben wird… hmpf!!!! Manchmal macht es einem das Leben nicht leicht!
Jul 11 2007
Schon ein paar Wochen begleitet mich das neue Helden-Album per mp3-Player. Grund genug um der Welt spät aber doch einmal meinen Senf darüber mitzuteilen.
Meine Erwartungen? Besonders nach der Single-Veröffentlichung „Endlich ein Grund zur Panik“ hab ich mir gedacht, dass hier mal wieder, typisch Helden, etwas stilistisch komplett Neues auf uns zukommt.
Da bin ich nicht so falsch gelegen. Es sind viele neue Sounds auf dem Album zu hören. Z.B. Sind sowohl „Endlich ein Grund zur Panik“ als auch die „Ode an die Arbeit“ von Sprechgesang dominiert. Erstmals wird auch nicht nur von Judith gesungen!
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Der Großteil der Songs ist ähnlich ruhig wie die Songs von „Von hier an blind“, aber trotzdem nicht ganz so melancholisch. Beinharte Protestlieder findet man nicht, eher leise, unterschwellige Gesellschaftskritik, die von Frau Holofernes wie immer kunstvoll in sprachliche Bilder verpackt wird. Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber ich finde, dass dieses Album wieder ein Stück mehr „Erwachsenheit“ ausstrahlt als das vorige – sowohl thematisch, als auch vom sprachlichen und musikalischen Stil. Irgendwie passend zu einer Sängerin und einem Schlagzeuger, die gerade eine Familie gegründet haben.
Mein Lieblingssong auf der CD ist eindeutig „The Geek (shall inherit)“. Ein Song, der mich nicht nur wegen der Thematik (anders sein und zu sich selbst stehen), sondern auch wegen der absolut genialen Bildersprache fasziniert: „Wenn der Quarterback kommt um dir die Brille abzunehmen, sag ihm: Danke, die bleibt wo sie ist“ – besser kann man’s nicht sagen, oder? Ich liebe diese Textzeile!! Dieser Song ist für mich einer der berührendsten, den die Helden je geschaffen haben.
Auf Platz 2 landet wohl „Kaputt“, dicht gefolgt von „Soundso“ (der zweiten Singleauskopplung) und der „Ode an die Arbeit“.
„Kaputt“ handelt davon, dass das Leben nach großen Katastrophen trotzdem weiter gehen muss, und man nicht ewig depressiv sein kann und muss. Das ist auch wieder in so schönen Worten ausgedrückt – das muss man sich aber selbst anhören.
„Soundso“ handelt auch wieder, so ähnlich wie „The Geek“, vom Selbstfinden. Und genauso ist es auch wieder voller ermutigender Worte für alle, die sich gerade in einer solchen Situation befinden. Meiner Meinung nach klingen die in diesem Song ein bisschen zu lehrer- oder guruhaft oder so… aber wegen dem übrigen Text hab ich das Lied trotzdem ganz gern.
Zu dieser Gruppe der „Pubertätslieder“ gehört für mich auch noch „Hände hoch“. Auch wenn ich es nicht zu meinen Favoriten zählen würde, finde ich den Text mal wieder super ausgedrückt. Eigentlich wird nicht ganz klar gesagt, worum es geht, aber es entsteht sofort ein Bild vor dem inneren Auge und man weiß, worum es geht.
Die „Ode an die Arbeit“ mag ich einfach nur wegen der süßen, fast kindlichen Naivität des Versuchs, Arbeit zu definieren, und weil es auch bis jetzt noch nicht nervig geworden ist, das Lied den ganzen Tag im Ohr zu haben.
Ab jetzt ist es schwer, noch weitere Favoriten auszuwählen.
„Endlich ein Grund zur Panik“ – Sorry, liebe Helden – ist für mich nicht mehr als ein Ohrwurm. Vielleicht mit dem leisen Unterton eines Protestsongs gegen die Eintönigkeit? Na ja. Oder ich hab’s einfach nicht verstanden.
„Der Krieg kommt schneller zurück, als du denkst“ – das ist ja selbsterklärend. Ein paar alarmierende Gedanken über den Krieg und wie viel/wenig er uns berührt/berühren sollte.
„Die Konkurrenz“ ist textlich fast im Stil von „Die Reklamation“ gehalten, nur scheinen den Helden die großen, auffälligen Gründe zum Protestieren ausgegangen zu sein, und man hat sich komplizierteren Facetten des menschlichen Verhaltens zugewandt, wie dem Konkurrenzdenken, das manchmal gar nicht nötig wäre.
“Stiller” – dazu sag ich nur: Judith-Gedanken. Melancholisch, poetisch, Wortakrobatik – Judith eben.
Schließlich gibt es noch einige Lieder über „altbekannte“ Helden-Themen wie Freundschaft und Vertrauen (vom vorigen Album aus Liedern wie „Echolot“, „Von hier an blind“, „Ein Elefant für dich“, „Darf ich das behalten“ etc. bekannt):
„Labyrinth“ - über die Liebe, die sich oft nicht einfach so erklären lässt,
„Für nichts garantieren“ handelt vom Einlassen auf eine Beziehung, die gleichzeitig ein Schritt ins Ungewisse ist,
„Lass uns verschwinden“ erinnert mich ganz stark an „Echolot“ – es geht um den Wunsch, einfach nur zu zweit allein zu sein, und dass plötzlich alles andere egal ist. Schön und doch melancholisch…
Wer mal reinhören will, kann mich ja mal besuchen kommen