Mai 29 2009

Lieber Heinz-Christian!

Published by honig at 21:03 under ich, medien, österreich

Danke für deinen überaus freundlichen und persönlichen Brief, ist ja zu nett von dir.

HCs Brief

HCs Brief

1. Woher weißt du eigentlich meinen Namen und auch noch meine Adresse? Ich könnte mich nicht erinnern, dass unser Verhältnis bereits so intim wäre. Vielleicht verwechselst du mich mit anderen Individuen meiner Altersgruppe, zu denen du scheinbar ein solch nahes Verhältnis pflegst. Es ist mir beinahe eine Ehre, derartig in einen Topf geworfen zu werden.

2. Wer erlaubt dir meine Daten für deinen überaus ehrlichen und ehrbaren Wahlkampf zu verwenden?

3. Seit wann sind wir per du?

4. Und dann auch noch mein Kompliment zu deinem entzückenden HC-Comic. Ist ja noch grenzgenialer als der HC-Rap!

Ich wünsche Dir, dass du mit deinen Kumpels viel Spaß beim Verfassen dieser intellektuellen Meisterleistung hattest.

Deine

honig

PS: Dies ist in keinster Weise Ironie! So wie dein Comic in keinster Weise Parteiwerbung ist.

PPS: ICH PACKS NIMMER, IN WAS FÜR EINEM LAND LEBEN WIR?!?!?!

Die meisten von euch werden das überaus lesens- und aufs Hirn-klopfenswerte Heft, das “keine Parteiwerbung” ist, wohl auch schon in ihrem Briefkasten gefunden haben. Heinz-Christian und ich wünschen viel Spaß damit.

KOPF AUF TISCH.

7 responses so far

7 Responses to “Lieber Heinz-Christian!”

  1. phneutralon 30 Mai 2009 at 01:16

    haha, ich liebe dich!

    mein mail vom 26.5.:

    —-
    fpö ‘bildungsinstitut’,

    ich habe heute eine personalisierte werbesendung ihres vereins als
    sponsoring-post an die adresse “Siebenbrunnenfeldg. 26-30/21/6, 1050
    Wien” zugestellt bekommen.

    ich habe:
    * mich in keiner weise bei der fpö eingeschrieben
    * dieses blatt nie explizit angefordert
    * nie zugestimmt, dass meine adresse für ihren sponsoring-post verteiler
    verwendet werden darf
    * auf meinem postkasten einen riesen aufkleber, der klar macht, dass ich
    werbesendungen nicht wünsche. auch wenn sie ihre wahlwerbung
    eloquenterweise als “heftl” betiteln, kann sie trotzem als werbung
    deklariert werden.
    * keine ahnung wie sie an meine adresse gekommen sind

    aus eben genannten gründen möchte ich, dass sie mich aus ihrem
    vermutlich angekauften postverteiler entfernen und mir in zukunft keine
    werbesendungen mehr zukommen lassen.

    vielen dank,

    – Thomas Rausch

  2. lyrieon 30 Mai 2009 at 01:21

    habs ebenfalls bekommen und is ohne auch nur das plastik runterzunehmen in den müll gewandert

  3. Andion 30 Mai 2009 at 13:44

    Zwecks Wahlwerbung darf meines Wissens auf derartige Daten zurückgegriffen werden. Ähnlich wie es bei bzw. vor der ÖH-Wahl erlaubt war, Wahlwerbung an die Unet-Adressen zu verschicken.
    So bekommt den Comic ja auch nur eine gewisse Altersgruppe, die sogenannten Jungwähler.

  4. honigon 30 Mai 2009 at 18:31

    Habe damals (als ich noch in Niederösterreich gewohnt hab) etwas Ähnliches (auch namentlich) vom Landeshauptmann oder dessen Partei bekommen.
    Man muss aber sagen, dass die damalige Zusendung tatsächlich etwas objektiver informativ und nicht so offensichtlich menschenverachtend (= den Lesern jegliche Intelligenz absprechend) war – und deswegen für mich nicht so ein Grund zur Aufregung.

    Auf jeden Fall hat HC hier für mich mal wieder die Grenze des Zumutbaren um Kilometer überschritten. Das Adjektiv menschenverachtend trifft mMn nicht nur auf Inhalte, sondern auch Methoden seiner Partei zu.

  5. Andrzejon 31 Mai 2009 at 20:26

    Man könnte darüber nachdenken, wofür das “F” im Parteinamen steht…

  6. Andrzejon 04 Jun 2009 at 13:43

    Alle, die zum ersten Mal an einer EU-Wahl teilnehmen – Österreich ist dieses Jahr das einzige Land, bei dem auch 16-Jährige wählen dürfen – haben dieses hübsche Comic zugestellt bekommen.

  7. Sascha Kokoton 16 Aug 2009 at 20:21

    Ich hab das damals auch bekommen. Kann dir echt nur zustimmen. Da sieht man mal das HC nicht zu mehr im Stande ist, als gequillte Scheiße an großteils beeinflussbare Jugendliche zu versenden und denen zugleich das “ich bein dein bester Freund” Gefühl zu geben. Leider hat das bei einigen gefruchtet, wie das Wahlergebniss zeigt.
    Ich find sollche Aussendungen einfach, billig. Könnte man mit Reklamezetteln für Nutten vergleichen.

    Lg
    Sascha

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